A) Erzieherische Voraussetzungen schaffen

I.  Aufgaben von Schule und Unterricht angesichts einer veränderten Kindheit und Jugendzeit

 

1.   Erscheinungsformen einer veränderten Kindheit und Jugendzeit

1.1  Veränderte Lebens- und Familiensituationen
1.2  Veränderte Lebensorientierungen, Lebensstile und Werte sowie der Einfluss der Gleichaltrigengruppen
1.3  Veränderte Freizeitgestaltung und Medieneinfluss
1.4  Veränderte Bildungserwartungen der Eltern und mögliche Ursachen sozialpsychologischer Probleme von Kindern und Jugendlichen
1.5  Anforderungen an die Schule durch gesellschaftliche und globale Probleme

 

2.  Aufgaben von Erziehung und Unterricht in der Schule von heute

2.1  Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen
2.2  Aufgaben von Erziehung und Unterricht

Die Vermittlung grundlegenden Wissens und Könnens - Die Weckung vielseitiger Interessen, Motivationen und positiver Einstellungen zur schulischen Arbeit - Die Vermittlung sozialer Verhaltensweisen und Wertorientierungen

 

II.  Als Lehrer erzieherisch handeln und wirken

 

1.  Die Voraussetzungen für Unterricht und erzieherisches Handeln schaffen

1.1  Erziehung als Voraussetzung und Aufgabe von Unterricht
1.2  Vertrauensvolle Beziehungen zu den Schülern aufbauen
Begriffsklärung und Funktion von Vertrauen als Grundlage menschlicher Beziehungen

Vertrauen als Grundeinstellung - Entwicklung des Vertrauens - generalisiertes Vertrauen - Funktion

Möglichkeiten des Lehrers, vertrauensvolle Beziehungen zu seinen Schülern aufzubauen und zu fördern

Schülern aktiv zuhören und positives Feedback geben - Ich-Botschaften formulieren - Kompetenzen erfahren lassen - Schülern zur Stille, Sammlung und Konzentration führen (Stille-, Wahrnehmungs- und Einfühlungsübungen, meditative Übungen) - Mit Schülern Unterricht und Schulleben gemeinsam gestalten

1.3  Förderliche Persönlichkeitseigenschaften, Haltungen und Kompetenzen des Lehrers
Echtheit, Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Offenheit
Fachliche Kompetenz

 

2.  Das soziale Lernen der Schüler fördern

2.1  Grundlagen des sozialen Lernens

Entwicklung sozialer Kompetenzen durch Anweisung, Modelllernen, Verstärkung und soziale Arrangements - Skripts als grundlegende soziale Handlungsroutinen - Perspektivenübernahme und Empathie - soziale Kognition - Aufbau des Selbstkonzepts mit Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl

2.2  Soziale Beziehungen der Schüler durch soziometrische Wahlverfahren aufdecken
2.3  Soziale Interaktionen der Schüler fördern
Partner- und Gruppenarbeit überlegt einsetzen

Begriffsklärung - Partnerarbeit (Möglichkeiten, Bedeutung) - Gruppenarbeit (Möglichkeiten der Einführung, Bedeutung) - Interaktionsspiele und weitere Feedbackformen einsetzen

Schule als Lebens- und Erfahrungsraum gestalten

Schulräume und -zeiten strukturieren - Alle Möglichkeiten eines abwechslungsreichen Schullebens nutzen

Konflikte und soziale Probleme aufgreifen, reflektieren und lösen

 

3.  Grundlegende Werte aufbauen und Wertorientierung durch Werterziehung ermöglichen

3.1  Werte, Normen, Wertorientierung als Grundlagen der Werterziehung

Begriffsklärung - Werte und Normen - Wertorientierung

3.2  Die Entwicklung von Werten, Normen und Wertorientierungen in Familie und Schule
3.3  Methoden der Wertorientierung in der Schule
Gemeinsame Regelsetzung in der Klasse

Regeln, Rituale, Höflichkeitsformen und positive Gewohnheiten (Morgenkreis, Klassenrat, Dilemmadiskussionen, Schülermitverantwortung)

Die Initiierung von Wertklärungsprozessen

Initiierung von Wertklärungsprozessen durch situative Anlässe - Dilemmageschichten - Einfühlungsübungen, darstellendes Spiel, Rollenspiel

 

4.  In erziehungsschwierigen Situationen erzieherisch handeln

4.1  Erziehungsschwierige Situationen durch "auffälliges" Schülerverhalten

Unterrichtsstörungen und Verhaltensauffäligkeiten - Typisierungs- und Etikettierungsprozesse - Interventionsmöglichkeiten

4.2  Bestimmung, Formen und Ausmaß aggressiver Verhaltensweisen von Schülern
Bestimmung und Formen aggressiven Verhaltens

Aggressionen gegen Mitschüler - gegen Lehrer - gegen die Schul-, Hausordnung und das Schuleigentum - gegen die eigene Person

Das Ausmaß aggressiven Verhaltens in der Schule
4.3  Motive und Ursachen aggressiven Verhaltens
Motive aggressiven Verhaltens

Aggression als "angemessene Selbstbehauptung" - Aggression als "zielgerichtetes Schädigen" - Angstmotivierte Aggression

Ursachen und Bedingungen aggressiven Verhaltens

Das Verhalten der Erzieher in Familie und Schule - Die Zugehörigkeit zu Gleichaltrigengruppen, die Freizeitgestaltung und der Medieneinfluss - Gesellschaftliche Bedingungen - Individuelle Ursachen und Bedingungen

4.4  Strategien zur Intervention, kommunikativen Konfliktlösung und Prävention aggressiven Verhaltens
Alltägliche Lehrerreaktionen auf aggressives Schülerverhalten
Kontrolliert auf aggressives Verhalten reagieren 

Verhaltensmodifikatorische Maßnahmen und Techniken ( Stopp-Befehle, Modellieren von Problemlösestrategien, Entspannungstechniken, Selbstkontrollmöglichkeiten)

Den Aufbau sozial erwünschter Verhaltensweisen und Kompetenzen aggressiver Schüler fördern

Grundlegende vertrauensvolle Beziehungen aufbauen - Gemeinsame Regeln und Normen setzen - Gezielte Rückmeldungen und positive Bekräftigungen geben - Konfliktgespräche mit aggressiven Schülern, der Klasse und den Eltern führen (Vorbereitungsphase und Problemanalyse, Lösungssuche und Festlegung gemeinsamer Vereinbarungen) - Kooperative Verhaltensmodifikation durchführen und Konfliktlösungsverhalten präventiv erproben (Diagnose des Schülerverhaltens durch Verhaltensbeobachtung, Festlegung eines Verhaltensvertrags, Reflexion des Verhaltensprogramms) - Soziales Verhalten und Konfliktlösungsverhalten durch Konfliktgeschichten präventiv trainieren - Fachliche Kompetenzen und Selbstvertrauen aggressiver Schüler durch den Unterricht aufbauen - Verhaltenstherapeutische Hilfen zur Stärkung der Sichersicherheit aggressiver Schüler nutzen (Externe Experten einschalten - Verhaltenstherapeutische Trainingsprogramme - Mulitimodale Behandlung)