C) Literatur und Rezensionen

Literatur  (GLÖTZL 2000, S. 500-541) 

 

Veröffentliche Rezensionen zu meinen Bänden:

 

1.      Rezensionen in Fachzeitschriften und Verbandsorganen

 

Grundschulmagazin  (2001), 11-12, S.62

 „Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung sind Begriffe, die heute nicht nur von Bildungspolitikern, sondern auch von Schulpraktikern verwendet und diskutiert wer­den. Für die Schulen steht dabei vor allem die Effizienz von Erziehung und Unterricht im Mittelpunkt. Effektiv wird ein Unterricht dann, wenn er den Schülern in größerem Umfang selbstständiges, problemlösend-entdeckendes Handeln und Lernen ermög­licht. Persönlichkeitsbildend wirkt Unterricht, wenn er in einer Atmosphäre des Ver­trauens und der gegenseitigen Wertschätzung erfolgt. Gestützt auf diese Aussagen, stellt der Autor in einem Teil A und einem Grundlagenkapitel B1 – beide sollten im Zusammenhang gelesen werden – sowohl die Aufgaben von Schule und Unterricht als auch das vorliegende Lernkonzept fundiert und ausführlich dar. Die weiteren Ka­pitel befassen sich mit den bekannten „Brunnhuber´schen Prinzipien“ der Zielorientie­rung, Strukturierung, Motivierung, Aktivierung, Passung, Sicherung, Leistungsfest­stellung und Leistungsbewertung. Als wichtige Orientierungshilfen für die Planung und Gestaltung eines erzieherisch wirksamen, effektiven Unterrichts werden die Prinzipien begrifflich klar und wesentlich umfassender als bei Brunnhuber behandelt. Darüber hinaus gewährleisten die vielseitigen didaktisch-methodischen Vorschläge, die konkreten Einzelbeispiele und die aufgeführten kompletten Lehrgänge eine problemlose Umsetzung in der eigenen Klasse: Da lernwirksamer Unterricht aber letztlich nur in einer vertrauensvollen Lehrer-Schüler-Beziehung gelingen wird, bietet der Autor auch dafür Anregungen und Hilfen an.

Die klare Strukturierung und die im Farbton abgesetzten unterrichtspraktischen Bei­spiele ermöglichen ein rasches Auffinden der gewünschten Schwerpunkte. Das an­regende Layout und die leicht lesbaren Texte lassen beim Leser – trotz des beachtli­chen Umfangs – kaum Ermüdungserscheinungen aufkommen.

Fazit: Die sachkundige thematische Abhandlung, die umfangreichen aktuellen Lite­raturangaben und nicht zuletzt die vielen unterrichtspraktischen Beispiele machen die beiden Bände im wahrsten Sinne des Wortes zu Handbüchern, die in keiner Seminar- und Schulbücherei fehlen sollten.

 Gertrud Langhammer

  

Christ und Bildung, 47(2001), 8-9, S. 30

 „Internationale vergleichende Untersuchungen und die aktuelle Diskussion um die Weiterentwicklung der Schulen rücken die Effizienz von Unterricht in den Mittelpunkt des Interesses. Zu dieser Thematik erschienen vor kurzem im Klett-Verlag zwei Bände von Dr. Herbert Glötzl. Effektiver Unterricht basiert auf dem Verständnis von Lernen als einem Prozess der aktiven Wissenskonstruktion der Lernenden. Lehr­kräfte sind dabei nicht vorrangig Wissensvermittler, sondern Initiatoren, Begleiter und Förderer von Lernprozessen der Schüler. Sie sollen durch die didaktisch-methodi­sche Gestaltung des Unterrichts Lernprozesse bei den Schülern anregen, das selbstständige, problemlösend-entdeckende Lernen unterstützen und die Strukturierung, Sicherung, Anwendung und Übertragung des aufgebauten Wissens und Kön­nens fördern.

Wichtige Hilfen und Orientierungen für die Planung und Gestaltung eines erziehe­risch wirksamen, effektiven Unterrichts sind Prinzipien unterrichtlichen und pädagogi­schen Handelns wie Zielorientierung, Strukturierung, Motivierung, Aktivierung, Pas­sung, Sicherung, Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung. Der Autor erläutert ausführlich jeden Grundsatz auf der Basis umfangreicher Literatur und veranschau­licht die vielfältigen didaktisch-methodischen Realisierungsmöglichkeiten durch eine Vielzahl nachvollziehbarer praktischer Beispiele. Diese umfassen Einzelaspekte des Unterrichts und teils komplette Lehrgänge, z.B. Handlungsorientierung und Prob­lemlösen im Unterricht, Formen offenen Unterrichts, Rechtschreiblernen mit Recht­schreibstrategien, Lösungshilfen beim Sachrechen, Lerntipps nicht nur für Schüler. Basis eines effektiven, lernwirksamen Unterrichts ist der Aufbau eines vertrauens­vollen Lehrer-Schüler-Bezugs und das wertschätzende. Erzieherische Handeln der Lehrkräfte. Auch hier gibt der Autor eine Fülle fundierter Anregungen und Hilfen.

Beide Bände zeichnen sich durch eine übersichtliche, thematische Strukturierung und Gliederung, eine gut lesbare, klare, exakte sprachliche Darstellung und eine Fülle hervorgehobener unterrichtspraktischer Beispiele aus. Aufgrund der sachkundi­gen thematischen Abhandlung und umfangreichen Literatur bieten die Bände als Studienbücher eine Fülle grundlegenden didaktisch-methodischen Wissens für alle Lehramtstudierenden, Referendare und Praktiker. Die beiden Bände sollten in keiner Seminar- oder Lehrerbücherei fehlen.“

 Kurt Neudert

  

Die Bayerische Schule. 54(2001),6, S. 30.
Schulmagazin 5 bis 10. (2001),11

 „Der Autor dieses neuen Handbuchs kommt aus der Schulpraxis. Als Grund- und Hauptschullehrer, Seminarrektor und Schulrat kann er auf einen großen Erfahrungs­schatz zurückgreifen – und das merkt man der Publikation auch an. Dabei wird die nötige theoretische Grundlegung nicht vernachlässigt. Auf der Basis einer äußerst umfangreichen Literatur eröffnet Herbert Glötzl den unterrichtlichen Handlungshori­zont. Er zeigt differenziert die Ursachen und Auswirkungen einer veränderten Kind­heit und Jugendzeit auf und begründet überzeugend, dass effektiver Unterricht – im umfassenden Sinn – nur auf der Grundlage eines erzieherischen Wirkungsfelds rea­lisierbar ist. Die Darstellung der relevanten Prinzipien erfolgt fundiert, ausführlich und sehr praxisbezogen. Viele konkrete Beispiele erläutern die Aussagen und geben An­regungen für die Unterrichtspraxis. So eignet sich das Buch gleichermaßen für Lehr­amtsstudierende, Referendare und „gestandene“ Lehrer. Ein Buch, das man immer wieder in die Hand nimmt“.

 Hans Lengdobler 

   

Bayerischer Schulräteverband, Mitteilungen. (2001),1, S. 32f.

 „Der Titel der zweibändigen Monografie von Herbert Glötzl erinnert an das häufig gelesene Büchlein des viel zu früh verstorbenen Paul Brunnhuber. Allerdings deutet schon die etwas anders lautende Überschrift des Buches an, dass das Didaktikthema über sein Vorbild hinausgehend zeitgemäß aufbereitet wird. Glötzl verlässt die da­mals aktuelle enge Blickrichtung vom Lehrer zum Schüler und betrachtet den Unter­richt unter einem modernen konstruktivistischen Lernbegriff und einer ´mathetischen´ (´schülerorientierten´) Lehrauffassung. Dieser Wandel sowie der Einbau neuerer For­schungsbefunde (z.B. das Stufenmodell des Rechtschreibens, das ´situierte´ Lernen oder das ´Anchored-instruction-Konzept´) zeigen sich nicht nur in den theoretischen Grundlegungen der Teile A und B 1, sondern auch in der Entfaltung der einzelnen Unterrichtsprinzipien. Die Grundsätze werden pragmatisch und prägnant definiert, während man die Klärung des Basisbegriffes ´Prinzip´ vermisst. Auch bei der Zielset­zung -  Sozial- und Selbstkompetenz – erscheint zunächst die notwendige Metho­denkompetenz ausgespart. Die Implementierung dieser Teilkompetenz findet sich aber an verschiedenen Stellen sehr konkret, wie dies z.B. an den Ausführungen zum ´Prinzip der Sicherung´ (Bd.2, S. 419ff.) deutlich wird. Die strukturierte, gut verständ­lich und – trotz der zwei Bände – angemessen umfangreiche Darstellung ermöglich es dem schulpädagogisch vorgebildeten Leser, aus den Texten praktische Anregun­gen und theoretische Grundlagen zu entnehmen. Auch das dezent gestaltete Layout ist positiv zu bewerten. Das Thema verlangt eine Konzentration und Reduktion der zahlreich aufgestellten Unterrichtsgrundsätze. So könnte man beispielsweise die Prinzipien der ´Anschauung´, der ´Exemplarität´, der ´Lebensnähe´ oder der ´Tiefendimension´ vermissen. Allerdings erscheinen die Grundsätze in den disku­tierten Prinzipien immanent und werden immer wieder konkret angesprochen.

Insgesamt gelingt es Herbert Glötzl -  und das ist äußerst positiv zu bewerten – mit seinem zweibändigen Werk, den ´Bogen´ zwischen schulisch relevanter Theorie und Schulpraxis ´zu spannen´. Damit bietet er seiner Zielgruppe (Lehramtsanwärtern, Referendaren und praktizierenden Lehrkräften) verständnisfördernde Grundlagen und hilfreiche Anregungen zu zentralen Bausteinen didaktischen und ´mathetischen´ Handelns in der Schule.

 Dr. Peter O. Chott, M.A.

(vgl. auch www.chott.de)

  

„Oberpfälzer Schule“ (2001),6, S.21

 „Internationale Untersuchungen und die aktuelle Diskussion um die Weiterentwick­lung der Schulen rücken die Effizienz von Unterricht in den Mittelpunkt des Interes­ses. Mit dieser Thematik befassen sich die zwei Bände. Effektiver Unterricht basiert auf dem Verständnis von Lernen als einem Prozess der aktiven Wissenskonstruktion der Lernenden. Lehrkräfte sind dabei nicht vorrangig Wissensvermittler, sondern Initiatoren, Begleiter und Förderer von Lernprozessen der Schüler. Sie sollen durch die Gestaltung des Unterrichts Prozesse bei den Schülern anregen, Interesse wecken, das selbstständige, problemlösend-entdeckende Lernen unterstützen, die Strukturie­rung, Sicherung, Anwendung und Übertragung des aufgebauten Wissens und Kön­nens fördern und die dazu notwendigen fachgemäßen Arbeitstechniken langfristig vermitteln.

Wichtige Hilfen und Orientierungen für die Planung und Gestaltung eines erziehe­risch wirksamen Unterrichts sind Prinzipien unterrichtlichen und pädagogischen Han­delns wie Zielorientierung, Strukturierung, Motivierung, Aktivierung, Sicherung, Leis­tungsfeststellung und Leistungsbewertung. Der Autor erläutert jeden Grundsatz und veranschaulicht die vielfältigen didaktisch-methodischen Realisierungsmöglichkeiten durch eine Vielzahl praktischer Beispiele. Diese umfassen Einzelaspekte des Unter­richts und teils Lehrgänge, z.B. Handlungsorientierung und Problemlösen, offenen Unterricht, Leistungsfeststellungen, Rechtschreibstrategien, Lösungshilfen beim Sachrechnen, Lerntipps für Schüler.

Voraussetzung eines effektiven, lernwirksamen Unterrichts ist der Aufbau eines ver­trauensvollen Lehrer-Schüler-Bezugs und das wertschätzende, erzieherische Han­deln der Lehrkräfte. Auch hier gibt der Autor eine Fülle fundierter Hilfen, z.B. zur För­derung des sozialen Lernens, zu angemessenen Reaktionen bei aggressivem Schülerverhalten oder dem Führen von Konfliktgesprächen.

Beide Bände zeichnen sich durch eine übersichtliche, thematische Strukturierung, eine gut lesbare, klare sprachliche Darstellung und eine Fülle hervorgehobener un­terrichtspraktischer Beispiele aus. Aufgrund der sachkundigen Abhandlung und um­fangreichen aktuellen Literatur sind beide Bände wertvolle Handbücher und Nach­schlagwerke für alle Lehramtsstudierenden, Referendare und Praktiker – ein Muss für die Seminar und Lehrerbücherei.“

  

unterrichten/erziehen – 21(2002),5, S. 277
 „Fundgrube für Schulpraktiker“

 „Wenn der Zeitgeist deutlich durch die Gefilde der Wissenschaftstheorie zieht und Konstruktivistisches bis Neurophysiologisches, Systemisches und Chaotisches auch die erziehungswissenschaftlichen Diskurse markiert, dann zeugte es von individueller Courage, von kritischem Sachverstand, von konstruktiver Innovation, ein Buch – ein Werk – zu verfassen, das an allgemein gültigen Prinzipien festhalten, sie fundieren und als theoretisch und praktisch unverzichtbar ausweisen will. Und wahrscheinlich ist es nötig, Schulpädagogik heute auch so zu schreiben, in einer Zeit, in der Leh­rende wieder auf stärkere Sicherheit und Zuverlässigkeit beim Argumentieren und Handeln angewiesen sind.

Das zweibändige Opus von Herbert Glötzl lässt in positiver Weise die wissenschaftli­che Provenienz und die praktische Schulerfahrung des Autors erkennen, der heute als Schulamtsdirektor tätig ist (ein Glücksfall für die Schule).

Glötzl greift mit seinem Ansatz auf eine schon klassische schulpädagogische Tradi­tion zurück und – dies ist seine wesentliche Leistung - aktualisiert und fundiert sie durch wichtige zeitgenössische Forschungsergebnisse und –paradigmen.

Dazu dekliniert er die entsprechenden Unterrichtsprinzipien auf hohem Niveau durch, zum Beispiel

●  Zielorientierung (von Curriculums-/Lehrplantheorie, „methodenorientiertem Klas­senlehrplan“ bis hin zur Unterrichtsplanung),

●  Strukturierung (operatives Durcharbeiten, problemlösend-entdeckender Unter­richt),

●  Motivierung (Flow-Erleben, interessenorientiertes Lernen),

●  Aktivierung/Selbsttätigkeit (Arbeitstechniken, Lern- und Gedächtnisstrategien),

●  Sicherung (aktives Üben/Wiederholen, Automatisieren, einsichtiges/operatives Üben, Transfer),

●  Leistungsbewertung (Bezugsnormen, anforderungsgerechte Benotung, mündliche/ schriftliche/ praktische Prüfungen) und vieles andere.

Neuere Erkenntnisse der Kognitions-, der Lern- und Gedächtnispsychologie, der Informations- und Kommunikationstheorie werden durchgängig herangezogen.

Die Vielzahl von einschlägigen Praxisbeispielen aus den verschiedenen Schulstufen und –fächern (seine Vorliebe für Biologie blitzt bisweilen deutlich auf) macht dieses Buch zu einer ergiebigen Fundgrube für anspruchsvolle Schulpraktiker.

Die Herkunft der Systematik der Prinzipien bleibt dem Leser/der Leserin verborgen, und vielleicht hätte man den Bereich von „Erziehungsprinzipien“ etwas stärker elabo­rieren können; nur dies fällt mir als kleiner kritischer Einwand ein.

Das Werk gibt dem/der Lehrenden (auch den Referendaren/Referendarinnen und Studierenden)  konkretes Handwerkszeug, theoretisches Fundament und vielleicht auch ein bisschen emotionale Stabilität in einem zunehmend schwieriger werdenden Geschäft von Erziehung und Unterricht. Worauf man sich verlassen kann."

 Dr. Oskar Seitz

 

  

2.      Rezensionen in Amtlichen Schulanzeigern und Rundschreiben

  

 Amtlicher Schulanzeiger für den Regierungsbezirk Oberpfalz, (2001),6, S.162f.

„Internationale vergleichende Untersuchungen und die aktuelle Diskussion um die Weiterentwicklung der Schulen rücken die Effektivität von Unterricht in den Mittel­punkt des Interesses. Zu dieser Thematik erschienen vor kurzem im Klett-Verlag zwei Bände von Dr. Herbert Glötzl. Der Autor stellt als Basis von Unterricht das Ler­nen der Schüler als einen Prozess der aktiven Wissenskonstruktion heraus. Lehr­kräfte sind dann Initiatoren, Begleiter und Förderer von Lernprozessen der Schüler. Sie regen durch die didaktisch-methodische Gestaltung des Unterrichts Lernpro­zesse bei den Schülern an, unterstützen das selbstständige, problemlösend-entde­ckende Lernen und fördern die Strukturierung, Sicherung, Anwendung und Übertra­gung des aufgebauten Wissens und Könnens. Dazu vermitteln sie ihnen langfristig notwendige fachgemäße Arbeitsweisen und Arbeitstechniken, Lern- und Problemlö­sestrategien. Gleichzeitig wecken sie Interessen der Schüler und ermöglichen den Aufbau positiver Haltungen und Einstellungen zum selbstständigen Handeln und Lernen. Die Prozesse eines effektiven Wissensaufbau unterstützen auch die regel­mäßige Kontrolle des Lernfortschritts durch eine lernzielorientierte, pädagogische Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung, ein verständnisvoller Umgang mit Fehlern und eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Lehrkräften.

Wichtige Hilfen und Orientierungen für die Planung und Gestaltung des Unterrichts sind Prinzipien unterrichtlichen und pädagogischen Handelns wie Zielorientierung, Strukturierung, Motivierung, Aktivierung, Passung, Sicherung, Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung. Der Autor erläutert ausführlich jeden Grundsatz auf der Basis umfangreicher Literatur und veranschaulicht die vielfältigen didaktisch-methodischen Realisierungsmöglichkeiten durch eine Vielzahl nachvollziehbarer prakti­scher Beispiele (Wie gestalte ich einen zielorientierten, problemlösend-entdeckenden Unterricht? Wie strukturiere ich meine Unterrichtsphasen, wie die Unterrichtsergeb­nisse? Wie passe ich meinen Unterricht den Lernvoraussetzungen der Schüler an? Wie aktiviere und motiviere ich meine Schüler zum selbstständigen Lernen, z.B. durch Formen offenen Unterrichts? Wie unterstütze ich die Sicherung und Anwen­dung des Wissens? Wie gestalte ich angemessene, lernzielorientierte Leistungsfest­stellungen und Leistungsbewertungen?). Die Beispiele umfassen Einzelaspekte des Unterrichts und teils Lehrgänge, z.B. Handlungsorientierung und Problemlösen im Unterricht, Formen offenen Unterrichts, Rechtschreiblernen mit Rechtschreibstrate­gien, Lösungshilfen beim Sachrechnen, Lerntipps nicht nur für Schüler.

Voraussetzung eines effektiven, lernwirksamen Unterrichts ist der Aufbau eines ver­trauensvollen Lehrer-Schüler-Bezugs und das wertschätzende, erzieherische Han­deln der Lehrkräfte. Auch hier gibt der Autor eine von fundierter Anregungen und Hilfen (Wie fördere ich den Aufbau von Vertrauen zu meinen Schülern? Wie unter­stütze ich das soziale Lernen und die Werterziehung in der Schule? Wie reagiere ich angemessen bei aggressivem Schülerverhalten? Wie führe ich Konfliktgespräche mit Schüler oder Eltern?).

Beide Bände zeichnen sich durch eine übersichtliche, thematische Strukturierung und Gliederung, eine gut lesbare, klare, exakte sprachliche Darstellung und eine Fülle hervorgehobener unterrichtspraktischer Beispiele aus, die der Autor als Prakti­kumslehrer, Seminarrektor, Schulrat, Referent in der überregionalen und regionalen Lehrerfortbildung und als Mitarbeiter in Arbeitskreisen der Lehrplan- und Schulent­wicklung sammeln konnte.

Aufgrund der sachkundigen thematischen Abhandlung und umfangreichen aktuellen Literatur sind beide Bände wertvolle Handbücher und Nachschlagwerke für Lehr­amtsanwärter, Referendare und praktizierende Profis.“

  

Amtlicher Schulanzeiger für den Regierungsbezirk Niederbayern,  (2001),6, S. 113

 „Schulentwicklung ist ohne Zweifel gegenwärtig und wohl auf in naher Zukunft die zentrale Aufgabe und Herausforderung von Schule. Ihr Kernstück stellt die Unter­richtsentwicklung dar, d.h. die Sicherung und Steigerung der Qualität von Unterricht.

Dabei gehört die Frage nach dem, was einen effektiven Unterricht ausmacht, seit langem zu den Standardverhalten von Didaktik und Methodik des Unterrichts.

Bevor der Verfasser des neu erschienenen Handbuchs die bekannten Prinzipien für einen effektiven Unterricht in aktueller pädagogischer und didaktischer Sicht darstellt, arbeitet er die erzieherischen Voraussetzungen dafür heraus. Dabei zeigt sich, wie eng erzieherisches und unterrichtliches Handeln des Lehrers, dem die Schlüsselpo­sition zukommt, miteinander verknüpft sind.  Das folgende Kapitel gibt einen guten Überblick über das dem Buch zugrunde liegende Lernkonzept, das den Schüler noch deutlicher als früher als aktiv-handelnden sieht. Breit und in die Tiefe gehend dargestellt werden Bedeutung und praktische Umsetzung der Prinzipien Zielorientie­rung, Strukturierung, Motivierung und Interessenweckung, Aktivierung oder Selbsttä­tigkeit, Angemessenheit und optimale Passung, Sicherung, Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung. Die Ausführungen werden durch eine Vielzahl praktischer Bei­spiele aus verschiedenen Fächern und Fachbereichen sowie Jahrgangsstufen kon­kretisiert. Diese Beispiele können ohne weiteres auf andere unterrichtliche Situatio­nen übertragen werden. In allen Kapiteln ist die Handschrift des versierten und erfah­renen Praktikers und Schulmanns erkennbar. Und wer sich in einzelne Aspekte noch speziell vertiefen will, der findet im Band 2 im Literaturverzeichnis auf 42 Seiten ganz sicher noch die entsprechende Literatur.

Das Werk nennt sich zurecht „Handbuch für die Erziehungs- und Unterrichtspraxis“.  Es kann als Standardwerk für jede Lehrerbücherei bezeichnet werden. Es liefert Lehramtsanwärtern, Referendaren, Seminarrektoren und praktizierenden Lehrkräften eine Fülle von Anregungen für ihre tägliche Erziehungs- und Unterrichtspraxis und bietet andererseits als Handbuch eine strukturierte theoretische Grundlegung zent­raler Bausteine des pädagogischen und didaktisch-methodischen Handelns.“

  

Oberbayerischer Schulanzeiger, Nr. 6/5, Juni 2001, S. 59ff.

 „Auf der Grundlage langjähriger Erfahrung zeigt der Autor konkrete Schritte zur Stei­gerung der Effektivität von Unterricht auf. Die Ausführungen begründen auf der Basis umfangreicher Literatur detailliert jedes Unterrichtsprinzip effektiver Unterrichtsges­taltung und illustrieren Realisierungsmöglichkeiten durch eine Vielzahl praxiserprob­ter Beispiele. Damit liefert dieses Buch Lehramtsanwärtern, Referendaren und Leh­rern aller Schularten Anregungen für ihre tägliche Unterrichtsarbeit und bietet ande­rerseits als Handbuch eine strukturierte theoretische Grundlegung zentraler Bau­steine des pädagogischen und didaktisch-methodischen Handelns. Diese beiden Bände sind ein Referenzwerk für alle, die unterrichten, für Referendare, Lehramts­anwärter und Ausbilder. Nach der Abkehr von festgefügten Unterrichtsstrukturen und Strukturmodellen ist dieses zweibändige Werk eine echte Orientierungshilfe für neu­zeitliche, den aktuellen Kenntnisstand der Fachwissenschaften entsprechende Unter­richtsgestaltung. Diese beiden Bände gehören in jede Schul- und Seminarbücherei!“

 

 Mittelfränkischer Schulanzeiger  69(2001),11, S.121

„Anliegen des Verfassers mit diesem umfangreichen Werk ist es, auf der Grundlage eines kognitiv-konstruktivistischen Verständnisses von Lernen anhand zahlreicher Praxisbeispiele viele Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch Realisierung der theore­tisch begründeten Prinzipien erzieherischen Handelns und effektiver Unterrichtsgestaltung die Wirksamkeit traditionellen lehrergesteuerten wie offenen Unterrichts gesteigert werden kann.

Das in zwei Teilbänden erschienene, insgesamt 542 Seiten starke Werk ist in zwei große Bereiche gegliedert, bei denen sich Theorie und Praxis sinnvoll ergänzen.

Im Teil A, dem Grundlagenteil, werden unter der Überschrift „Die erzieherischen Vor­aussetzungen für einen effektiven Unterricht schaffen“ sowohl die Aufgaben von Schule und Unterricht angesichts einer veränderten Kindheit und Jugendzeit als auch die Aufgaben des Lehrers – bezogen auf ein erzieherisches Handeln und Wirken – vorgestellt.

Der Teil B mit dem Titel „Unterricht effektiv gestalten“ ist wieder in einzelne Kapitel untergliedert. So wird im Grundlagenkapitel B I ein sehr guter Überblick über das zugrundeliegende Lernkonzept, über Modellvorstellungen, wie Wissen und Kompe­tenzen von Schülern aufgebaut, verarbeitet, abgespeichert und bei Bedarf abgerufen und angewandt werden können, gegeben. Auf dieser Basis werden in weiteren Kapiteln, die unabhängig voneinander gelesen werden können, folgende Prinzipien effektiver Unterrichtsgestaltung äußerst umfangreich und mit vielen Praxisbeispielen untermauert dargelegt: Zielorientierung / Strukturierung / Motivierung und Interes­senweckung / Aktivierung oder Selbsttätigkeit / Angemessenheit und optimale Pas­sung / Sicherung / Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung. Dabei erfolgt für jedes Unterrichtsprinzip zunächst eine klare Begriffsklärung, bevor vielfältige Mög­lichkeiten aufgezeigt werden, wie das jeweilige Prinzip im Unterricht der Grund- und Hauptschule verwirklicht werden kann. Die einzelnen Beiträge sind zum Teil mit Gra­fiken illustriert und so verständlich konkretisiert, dass sie auch für fachlich nicht so versierte Leser sehr verständlich sind.

Der Umgang mit dem Werk wird durch den klaren Aufbau und die Gliederung der einzelnen Kapitel sehr erleichtert und damit seinem Anspruch eines Studien- und Handbuches vollauf gerecht.

Insgesamt zwei – vor allem für Lehramtsanwärter – empfehlenswerte Bände, die für die Seminararbeit sehr hilfreich sein können und so in keiner Seminar- bzw. Lehrer­bücherei fehlen sollten. -

Ingrid Dröse

  

Rezension im Schulanzeiger der Regierung von Unterfranken (2002),2, S.38

 „Gegenstand des vorliegenden Werkes ist die Verwirklichung eines effektiven erzie­herisch wirksamen Unterrichts in unserem gegenwärtigen Schulsystem. Ausgehend von den Erscheinungsformen einer veränderten Kindheit und Jugendzeit und dem Ruf nach einem kompensierenden Bildungssystem knüpft Glötzl an die heutigen Aufgaben von Schule und Unterricht an und schreibt den Lehrkräften eine Schlüsselaufgabe beim Aufbau eines positiven pädagogischen Wirkungsfeldes zu. Im ersten Teil des vorliegenden Handbuches werden daher erzieherische Voraussetzungen als Basis für einen effektiven Unterricht detailliert aufgezeigt und konkrete Handlungs­anweisungen zum Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, zum Fördern sozialen Ler­nens, zur Werterziehung und im Hinblick auf kooperative Konfliktlösungsstrategien gegeben.

Die Darstellung der gezielt ausgewählten, wesentlichen Unterrichtsprinzipien der „Zielorientierung, Strukturierung, Passung, Motivierung, Aktivierung, Sicherung, Leistungsfeststellungen und –bewertung“ erfolgt im zweiten Teil in jeweils in sich ge­schlossenen Lehrgängen, die einer hervorragende Verzahnung von Theorie und Praxis aufweisen. Eine Fülle von unterrichtspraktisch erprobten, in der täglichen Unterrichtsarbeit gut verwertbaren, sich auf das konstruktivistische Lernen beziehenden Beispielen zeigen zahlreiche Wege einer Realisierung der zuvor theoretisch begrün­deten Prinzipien sowohl im traditionellen als auch im offenen Unterricht auf und illustrieren, wie die Effektivität der Unterrichtsarbeit mit einfachen Mitteln erheblich gestei­gert werden kann. Zusätzlich werden an geeigneter Stelle immer wieder weitere unterrichtsrelevante Postulate einbezogen und deren Anteil hinsichtlich einer effizienten Umsetzung der Prinzipien beispielhaft erläutert.

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen das Werk zu einer ausgesprochen empfehlenswerten Lektüre für Lehrkräfte aller Schularten sowie zu einer wichtigen Arbeitsgrundlage innerhalb der ersten und zweiten Lehrerbildungsphase.“ (M.H.)

  

Amtliches Rundschreiben des Schulamtes Pfaffenhofen, Juli 2001

 „Ganz bewusst formuliert der Autor den Titel seines Buches mit Bezug auf das weit verbreitete Büchlein Brunnhubers. Die Prinzipien sind bekannt, von der Zielorientie­rung bis zur Leistungsfeststellung und –bewertung. Sie werden auf der Grundlage genereller Aussagen zu den erzieherischen Voraussetzungen effektiven Unterrich­tens in ungewöhnlicher Intensität und Konkretion erschlossen. Psychologische Kompetenz, Vertrautheit mit dem, was täglich in den Klassenzimmern der bayerischen Grund- und Hauptschulen geschieht, und große Belesenheit befähigen den Autor zu einer sehr informativen und ausgewogenen Darstellung dessen, woran Lehrkräfte sich orientieren sollten. Neben klaren „prinzipiellen“ Ausführungen bietet das Buch zahlreiche unterrichtspraktische Hinweise und vertiefte Darstellungen spezieller Be­reiche, etwa der Grundlagen eines modernen Rechtschreibunterrichts oder der For­men offenen Lernens. Dabei wird Neues nicht einfach billig angepriesen, sondern überzeugend begründet und sorgsam eingeordnet.

Dass GLÖTZLs Buch über der Flüchtigkeit eines pädagogischen Zeitgeists steht, ist ihm besonders zu danken. Dass er sich dem Kern der Schul-Aufgabe, dem effektiven Unterricht, widmet, ist als hochwirksamer Beitrag zur Umkehr eines verhängnisvoll familienpolitisch ausgerichteten Denkens um Schule lebhaft zu begrüßen. Der Autor verarbeitet Einsichten und Erfahrungen aus 30 Jahren qualifizierten pädagogischen Handelns und ebenso langer intensiver Reflexion. Sein Buch ist allen zu empfehlen, die sich über das Lehren und Lernen in unseren Schulen gültige Informationen und fundierte Ratschläge verschaffen wollen.“

Dr. Georg Seisenberger, SchAD

 

3.      Ausschnitte aus Briefen an den Autor

Professor Dr. Manfred Prenzel, Geschäftsführender Direktor des Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel

Brief vom 23.05.2001 

 „Die „Prinzipien effektiven Un­terrichts“ stehen in der Aebli–Tradition, sind aktualisiert und durch neue Literatur gut begründet, und sie umfassen aus meiner Sicht tatsächlich die wichtigsten Prinzipien. Nicht zuletzt sind die Bände klar strukturiert und gut zu lesen sowie mit zahlreichen schönen Beispielen versehen. Ich möchte zum gelungenen Werk herzlich gratulieren. Ich bin mir sicher, dass es zahlreiche Leserinnen und Leser finden wird, wünsche Ihnen dennoch viel Erfolg und die ver­diente Anerkennung.“

 

Prof. Dr. Paul Helbig, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik der Friedrich-Alexander-Universtität Erlangen-Nürnberg, Erziehungswissenschaftliche Fakutät

 Brief vom 04.02.2002 

„Auf den ersten Blick überzeugt haben mich

  • der klar strukturierte und systematische Aufbau,
  • die übersichtlichen und prägnanten Begriffklärungen in jedem Kapitel,
  • das außerordentlich breite schulpädagogische Spektrum, das Ihr Handbuch thema­tisiert,
  • die dementsprechend breite Literaturbasis, auf der es gründet,
  • die für ein Handbuch angemessene Knappheit der Ausführungen, ohne dennoch erforderliche Differenzierungen vermissen zu lassen,
  • und nicht zuletzt die vielen hilfreichen praktischen Beispiele und Anregungen aus unterschiedlichen Lernbereichen und Jahrgangsstufen, mit denen die theoretisch-systematischen Darlegungen konkreti-siert werden. 

 Angesichts aktueller bildungspolitischer Entwicklungen (o.a. angestoßen durch TIMSS, PISA, IGLU etc.) scheint mir eine so systematische und zugleich praxisbezo­gene Entfaltung zentraler Prinzipien effektiven Unterrichts hoch bedeutsam zu sein. Beeindruckt hat mich zum einen die Vielfalt theoretischer Aspekte und wissenschaft­licher Begründungen (beispielhaft seien nur die facettenreichen Ausführungen zum Prinzip der Strukturierung genannt), die durchgehend den aktuellen Stand der Fach­diskussion wiedergeben... Insgesamt gesehen bieten Ihre beiden Bände Studieren­den aller Lehrämter eine äußerst reichhaltige und zugleich prägnant gefasste Grundlage für die Vorbe­reitung auf die Lehramtsprüfungen. Ich werde Sie in diesem Sinne den Studierenden unserer Fakultät sehr ans Herz legen.

 Als sehr hilfreich habe ich die Hervorhebung signifikanter Begriffe durch Fettdruck im Text empfunden. Sie erleichtern dem Leser Übersicht und Strukturierung. Etwas mühsam war für mich dagegen das Mitverfolgen der nachgestellten und nicht immer leicht aufzufindenden Anmerkungen zu jedem Kapitel (das ist aber wohl eher mein Problem als das der Studierenden).

 Die Fülle praktischer Beispiele zu einer Vielzahl von Lernbereichen in unterschiedli­chen Schulstufen machen Ihr Werk auch zu einem wertvollen Fundus für „gestan­dene“ Praktiker. Eine weite Verbreitung in der Kollegenschaft ist ihm sehr zu wün­schen. Dass sich auf Grund der Stufenspezifität der Ausbildung und Unterrichtstätig­keit nicht aller Lehrkräfte (und Lehramtsstudierende) von allen Kapiteln in gleichem Maße angesprochen fühlen werden, ist nicht zu umgehen. Ebenso unvermeidlich waren angesichts des Erscheinungsdatums die Bezüge zum „alten“ Lehrplan für Grundschulen in Bayern von 1981. Diese ließen sich aber bei einer nächsten Auflage (die Ihre Bände sicher erreichen werden) korrigieren.

 Anschließend möchte ich Ihnen ... zu Ihrem rundherum gelungenem Werk herzlich gratulieren.”